Los geht’s…

…erst Mitte April 2018. Aber endlich steht der Zeitraum meiner Reise fest, daher ich wollte Euch nun an meiner Planung und den Überlegungen dazu teilhaben lassen. Updates werden dann hier rein geschrieben.

Ich habe Zeit vom 16. April bis zum 8. Juni. Das sind knapp 8 Wochen, 54 Tage. Wenn ich in dieser Zeit bis in den Senegal kommen will, sollte ich (anders als ursprünglich geplant nicht in Frankreich sondern) in Südspanien oder Portugal starten. Aber wie dort mit meinem Fahrrad hinkommen? Die meisten Fernverkehrszüge nehmen keine Fahrräder mehr mit: in Deutschland keine ICEs, in Frankreich keine TGVs, in Spanien keine ACEs. Bleibt nur ein Geflecht aus Regionalzügen mit vielfachem Umsteigen und Übernachtungen.

Durch einen Tipp kam ich auf die Idee, mit einem Reisebus zu fahren: eine Freundin ist Anfang der neunziger Jahre von Berlin bis Lissabon mit einem Bus und ihrem Fahrrad im Gepäck dorthin durchgefahren. Zwar gibt es heute viel mehr Busverbindungen und in Deutschland auch zum Teil mit Fahrradmitnahme, aber eben nur in Deutschland. Bisher habe ich noch keine ausländische Busgesellschaft gefunden, die nach Spanien oder Portugal fährt und Fahrräder mitnimmt.

Der Flugverkehr hat die klassischen Verkehrsmittel am Boden kanibalisiert: Bei Air Portugal bekomme ich Hin- und Rückflug von Berlin über Lissabon nach Dakar für sage und schreibe 250€! Für das Fahrrad zahle ich als Zusatzgepäck 50€ je Strecke, also noch mal 100€ drauf.

[Update 24.2.18: Es ist nach Auskunft der Fluggesellschaft TAP nicht möglich, den Flug hin und zurück Berlin-Dakar zu buchen und auf dem Hinweg im Umsteigeflughafen Lissabon „auszusteigen“. Das wäre ein „No show“ für den Hinflug und der Rückflug würde verfallen! Daher muss ich zwei getrennte Tickets Berlin – Lissabon und Dakar – Berlin buchen, die zusammen 100€ teurer sind! Bekloppt: weniger fliegen, mehr zahlen… Das Fahrrad würde hinzu 50, zurück 100€ kosten. Alles in allem dann doch 570 Euro.]

Da kann kein Zug oder Bus mithalten. Allein die Busfahrt nach Lissabon würde (ohne Fahrrad) 230€ kosten und 2,5 Tage dauern, von der Rück“fahrt“ aus dem Senegal ganz zu schweigen. Also werde ich wohl auf das von mir nicht gerade bevorzugte, aber unschlagbar günstige und schnelle Verkehrsmittel Flugzeug ausweichen müssen.

Damit steht als Startpunkt Lissabon fest. Die ersten 680 km noch auf dem europäischen Kontinent könnten hier entlang führen:

Mit der Fähre geht es rüber nach Tanger und von dort an der Atlantikküste durch den Teil Marokkos, den ich noch nicht erfahren habe, bis runter nach Agadir:

Wie weit ich hiernach weiter südlich radeln werde, mache ich dann ganz von meiner Laune und der verbleibenden Zeit abhängig. Auf jeden Fall habe ich nicht vor, durch die ganze (West)Sahara bis in den Senegal zu radeln. Dafür reicht meine Zeit auch gar nicht.

Irgendwann unterwegs werde ich mich und mein Fahrrad auf einen Bus oder ein Überlandtaxi verladen und bis an die senegalesische Grenze reisen um von dort den Senegal, mein eigentliches Ziel, und evt. noch Gambia zu erkunden:

Ich weiß, dass 2700 km in 8 Wochen ein ganz schönes Vorhaben sind. Daher wird es sicherlich noch Änderungen geben. Aber, wie der Blogtitel schon sagt, es darf geträumt werden und dann gucke ich mal, was ich davon realisieren kann und werde.

Alle, die Erfahrungen zu den oben angesprochenen Aspekten haben, seien hiermit ermutigt, mir Kommentare zu schreiben. Ich bin für jeden Tipp dankbar und für eure Anteilnahme offen.

2 Antworten auf „Los geht’s…“

  1. Lieber Dirk,

    einen Teil deines europäischen Streckenabschnitts kenne ich relativ gut. Beim Blick auf die oben gezeigte Streckenführung fiel mir auf, dass es zwischen der Coto Donona und Tarifa sicher auch über kleinere Starßen und teiweise sehr nah am Meer ginge. Guck doch mal drauf:
    https://www.komoot.de/tour/27638852?ref=atd.

    Viele Grüße,
    Martina

    1. Hi Martina,
      Danke für den Tipp. Die von dir vorgeschlagene Route sieht wirklich gut aus. Habe ich gleich mal in meine Planung übernommen!
      Gruß, Dirk

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