3. Tag: Furnas – Aljezur

Zuerst einmal möchte ich zu den Titeln meiner Beiträge sagen, dass ich immer die Orte aufschreibe, in deren Nähe ich den Tag begann oder beendet habe. Da ich ja wild campiere, suche ich mir immer einen Platz jwd (wie der Berliner sagt: janz weit draußen) und bin im besten Fall weit von einem Ort entfernt. Heute zum Beispiel habe ich ca 10km nach Aljezur mein Zelt aufgeschlagen. Aber der Reihe nach.

Das erste „Geschenk“ des Tages war die Frage, wo bekomme ich bald Wasser her. Ich hatte mir am Vortag nur beide Fahrradflaschen voll gemacht und die waren nach dem Abendbrot und Frühstück leer. Glücklicherweise gibt es auch hier ab und zu öffentliche Quellen, auch wenn ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass das Wasser nicht kontrolliert wird:

Muss ja nicht heißen, dass es schlecht ist (ähnlich wie beim Mindesthaltbarkeitsdatum es ja auch nicht bedeutet, kurz danach ist etwas nicht mehr genießbar 😉) und war es offensichtlich auch nicht. Ich verlasse mich in solch einem Fall auf Geschmacks- und Geruchssinn und gesunden Menschenverstand. Hat funktioniert.

Weiter ging es an frisch gemähten Feldern vorbei, auf denen Störche mit ihren Jungen herumstaksten. Ein wunderschönes Schauspiel:

Im Laufe des zunehmend wärmer werdenden Tages kam ich an mehreren Stellen an Wunderbare Aussichtspunkte über das Meer:

Wie ihr sehen könnt, war es sehr sonnig und damit auch sehr warm. Die Temperaturen pendelten tagsüber zwischen 28 und 40*C. Entsprechend war auch mein Wasserverbrauch. Und auch der der Gewächshäuser, an denen ich kilometerweit vorbei fuhr und in denen viele Menschen arbeiteten:

Hier wird auch Gemüse für den deutschen Markt angebaut, was ich an einem auf deutsch verfassten Schild mit dem Namen „Grüngemüse Portugal“ nachdrücklich bestätigt bekam.

Gegen Abend und mit schwindenden Kräften erlahmte dann auch mein Elan, die 100km-Marke mal zu knacken, so dass ich mir nach 89km einen schönen Platz mit Meerblick aussuchte:

Leider hatte ich den heißen Tag nicht ganz schadlos überstanden, denn trotz der Erfrischung bei der freundlichen Susana…

… hatte ich abends einen Sonnenstich und musste mich nach dem Essen zur Ruhe begeben.

Die Nacht war von etwas Wildschweingegrunze und Hundebellen durchdrungen, aber im ganzen sehr erholsam und vor allem mal trocken (ich habe endlich einen Platz unter einem Baum gefunden). Nun geht hier die Sonne auf (6:58 Ortszeit) und ich werde mein Tagwerk beginnen. 🚴‍♂️🚴‍♂️🚴‍♂️

Eine Antwort auf „3. Tag: Furnas – Aljezur“

  1. Danke Dirk für die ausführlichen Berichte und vor allem für die Fotos. Ich freu mich, das Du einen guten Start hast und freu mich auch auf deine weiteren Abenteuer. Ganz liebe Grüße, Frank

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