14. Tag: Terama – Casablanca

Ich liege am Strand hinter der Düne und lasse mich vom Rauschen des Meeres und dem Geknatter der Frösche einlullern. Aber vorher möchte ich noch vom Tag berichten, so lange ich nicht einschlafe…

Er begann mit Regen in der Nacht. Als ich aber nach dem Frühstück aus dem Zelt sah, gab’s Hoffnung für den Tag:

Die Wolken verzogen sich langsam und bald gab es auf dem Campingplatz auch etwas Sonne. Was die Betreiber des Platzes aber nicht dazu bewog, aufzustehen. So musste ich erstmal alle Häuschen auf dem Platz abgrasen, bevor ich herausfand, in welchem diese sich „versteckt“ hielten. Ich klopfte einen der beiden wach, bekam meine Powerbank frisch geladen zurück und konnte nach der etwas komplizierten Bezahlung endlich losradeln:

Vorbei am Strand, wo sich die Kids zum sonntäglichen Fußball trafen…

…und einem alten, aber schönen Esel…

…ging es nach Bouzniake hinein, wo ich in Schatten des Minarettes mit Storch darauf…

…mein zweites Frühstück einnahm:

Und dann mal ein kurzer Exkurs zu den allgegenwärtigen Schildern zum Verkauf von z T echten Luxusgrundstücken. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Ein armer Schäfer vor der Werbung für sehr europäisch anmutende Familien in ihren Luxusobjekten:

Was dabei raus kommt, sind Gated Communities, die es in dieser Gegend anscheinend zu Hauf gibt:

Wirkt nicht mehr sehr marokkanisch, eher westeuropäisch. Dafür ging es aber danach sehr traditionell weiter, denn man trifft sich besonders am Sonntag offensichtlich gerne, um an der Straße Milch und Käse von Ziegen zu genießen:

Es wird nicht nur verkauft, sondern literweise verkostet.

Nach einem kurzen Abstecher zum Strand, an dem ich meine Zwischenbilanz schrieb, ging es in die laaaaaang gezogene größte Stadt des Landes Casablanca. Sie beginnt von Norden her mit einem schier endlos wirkenden Industriegebiet, das aber von ein paar lustigen Vorortszenen eingeleitet wurde:

Ansonsten hat die Stadt nicht viel orientalisches zu bieten (sondern auch so eine Bausünde, wie den Steglitzer Kreisel):

… ausser vielleicht den Basar in der Altstadt, in den ich aber bei sonntäglichem Treiben nicht mit meinem Fahrrad reinfahren wollte:

Also ging es schnell wieder nach Süden hinaus, diesmal durch das ebenfalls gated Villenviertel:

Am Strand ca 15km südlich der Stadt habe ich dann bei Einbruch der Dunkelheit endlich ein ruhiges Plätzchen gefunden. Der Trick ist anscheinend, erst so spät zu kommen, dass die Einheimischen den Strand schon verlassen haben, denn dem Müll nach zu urteilen, der hier herum liegt, ist er tagsüber gut besucht.

Ich bin dann, wie oben beschrieben, im Zelt schnell vom Rauschen und Quaken der Frösche müde geworden und eingeschlafen, dafür jetzt um 5 Uhr früh (hatte ich schon erwähnt, dass Marokko eine Stunde Zeitverschiebung hat?) topfit und bereit für alles, was der nächste Tag bringen mag.

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