30. Tag: Baila – Oussouye

Es war eine heiße Nacht in der Hütte des Campement Baila, weshalb ich auch erst nach Mitternacht einschlafen konnte. Dafür bin ich auch um 4 Uhr wieder aufgewacht. Nach ein paar „Gesprächen“ über WhatsApp mit meiner Frau schlief ich nochmal bis um 6:30 Uhr aus. Das ist ja der Vorteil am Urlaub, ich bin frei in meiner Zeiteinteilung. 😉

Nach einem Strandspaziergang gab es das typische senegalesische Frühstück mit Baguette und Nescafé (und keine Ratte!) und nach langen Gesprächen (zum Glück in englisch) über die Situation im Dorf und die Unterstützung, die sie aus Deutschland von der Kinderhilfe-senegal.de bekommen, ging es auf die Straße. Den Abstecher nach Affiniam schenkte ich mir, nachdem ich 2km den angeblich gut befahrbaren Weg mit seinen Sandlöchern getestet und für untauglich befunden hatte. Zwar könnte ich auch solch einen Weg bewältigen, aber der Spaß wäre arg begrenzt, weil der Blick dauerhaft auf den Weg vor mir gerichtet wäre und ich von der Landschaft wahrscheinlich gar nichts mitbekommen würde. Daher lieber die Straße, auch wenn es nicht so idyllisch ist. Aber es rollt und ich kann meinen Gedanken nachhängen.

Die letzten Kilometer vor Ziguinchor führten auf einer Verbundsteinstrasse (rappel-rappel) an Pirogen und Ständen mit Fisch vorbei über die Brücke mit Blick auf den Hafen:

Hier lag die kleinere der Fähren vor Anker, die von hier aus nach Dakar fahren. Ich wartete im Hafen vor dem Schalter der Schiffsgesellschaft ca 1 Stunde, um mir ein Ticket für die Überfahrt mit der großen Aline Sitoe Diatta am Sonntag zu lösen, was nach Auskunft meines Reiseführers unbedingt empfehlenswert sei, da dieses das große, ruhige Schiff aus einer deutschen Werft sei und den kleinen südkoreanischen Schiffen vorzuziehen sei was Sicherheit und Komfort angehe. Ich buchte mir auch einen Platz in einer 8er Kabine, da dies bei der 19-stündigen Überfahrt sehr zu empfehlen sei, weil an Deck in den „Schlafsälen“ wohl die ganze Nacht die Fernseher kreischen.

Nach einem kurzen Mittagessen und einer großen Flasche kalten Biers 😋 machte ich noch kurz am Straßenrand halt, um den zweiten Kettenwechsel erledigen zu lassen:

Nun ging es also ein in die viel gelobte und beschriebene Casamance:

Die Natur ist schon sehr üppig, alles ist etwas größer und mehr als zuvor: die Bäume…

…die Früchte, die schon auf die Straße hängen…

…das Wasser.

Einzig die Sonne gab sich erstmals im Senegal etwas bedeckt, was aber dem Körper etwas Entspannung gönnte. Ich fuhr bis ich nach 100km keine Lust mehr und Bedarf nach Ruhe mitten in einer Cashew-Plantage hatte. Ohne weiteres Essen bin ich nach Sonnenuntergang sofort eingeschlafen. Allerdings schreckte ich noch zweimal hoch, als Menschen sich sehr in meiner Nähe lautstark unterhielten. Zu mir kamen sie aber zum Glück (noch) nicht. 😉

2 Antworten auf „30. Tag: Baila – Oussouye“

  1. So, der Tee ist getrunken… hat ja zeitlich gepasst 🙂
    Die Ratte gab´s bestimmt zwischendurch schon, ohne dass Du es bemerkt hast.
    Wann ist denn der Tag der Rückkehr und bis wohin willst Du bis dahin noch radeln?

    1. Ich fliege am 30.5. von Dakar aus zurück nach Berlin, fahre diesen Sonntag mit dem Schiff von Ziguinchor nach Dakar und verbringe noch ein paar Tage am Strand in M’Bour.

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