33. Tag: Cap Skirring

Der erste Tag (fast) ohne Fahrradfahren. Ich habe mein Zelt für 2 Tage im Campement Mussuwam.com Aufschlagen dürfen und den Tag für Ausflüge in die Umgebung genutzt. Morgens fuhr ich mit Serail nach Dièmbering, ein ca 10km nördlich liegendes Dorf, in dem es den größten und ältesten Baum der Casamance geben soll:

Zugegeben, er ist schon sehr beeindruckend und steht mitten im Dorf auf dem zentralen Platz. Oft sitzen die Leute auf seinen Wurzeln, was wir später auch noch sahen. Von dort schoben wir erstmal an den Strand, ich zumindest in der Hoffnung, am Strand zurückradeln zu können. Leider war gerade Hochwasser, so dass wir wieder durch den tiefen Sand zurückschieben mussten. Auf dem Weg zurück drehte sich auf einmal Serails rechte Pedale nicht mehr, so dass wir etwas langsamer beim Bike-Doctor ankamen, wo mich Serail im 1000cfa anpumpte, um die Reparatur bezahlen zu können.

Nachmittags wanderte ich den Strand entlang, vorbei am inzwischen geschlossenen, sehr mondänen Club Med, der vom Wasser betrachtet sehr schön aussah:

Über die Steine kletterte ich zum zentralen Strand von Cap Skirring, wo die Fischer mit ihren Booten liegen. Das war ein Schauspiel, das ich leider nur beschreiben kann, da fotografieren hier auf Widerstand stoßen würde: wenn die Fischer mit ihren Pirogen am Strand anlanden, stürzen sich etwa 2 Dutzend Männer mit großen Kisten ins Meer, um diese als erste in das Boot zu werfen.

Wenn das Boot dann auf den Strand gezogen ist, beginnt die Verteilung des Fangs auf die Kisten. Jeder versucht die meisten und besten Fische abzubekommen. Ist dies Kiste voll, wird sie auf dem Kopf zu den Fischhändlern in den Hütten weiter hinten gebracht und taxiert. Dann schlitzen am Strand auf dem Boden Männer die Fische auf und hacken den Kopf in zwei Teile. Frauen entfernen im nächsten Schritt die Innereien und waschen die Filets in einem großen Bottich. Hiernach werden sie wieder dem Händler gebracht. Angeblich werden die Fische sofort frisch in alle Welt verkauft. Die sahen aber schon gut aus. Auch wenn ich keine Ahnung von Fisch habe…

Beim Zuschauen wurde ich auch schon argwöhnisch gefragt, ob ich Filmen würde, als ich mein Handy zur Hand nahm…

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich auf der Terrasse mit lesen und schreiben, bevor ich mich in ein Strandrestaurant begab und dort beim Sonnenuntergang einen frischen Fisch serviert bekam:

So lässt es sich aushalten!

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