39. + 40. Tag: M’Bour Tripano – Fischerhafen

Der Donnerstag und Freitag spielten sich haupts├Ąchlich in unserem Quartier (und dessen Pool ­čśë) und am Strand davor ab. Nach dem Fr├╝hst├╝ck, ein wenig vorlesen…

… und einer wegen akuter Schniefnase abgesagten Badesession in Meer, wanderten wir am Strand entlang in Richtung des „Hafens“ von M’Bour. Unterwegs wurden wir, wie Lydia gestern schon beschrieb, von vielen Kindern begr├╝├čt (Toubab oder Lulum) und nat├╝rlich auch gleich nach Geld gefragt. Da wir ja zu Fu├č unterwegs waren, wurde uns, im Gegensatz zum Fahrradfahren, immer die Hand gereicht und Emilia bei dieser Gelegenheit auch Handk├╝sse gegeben. Jedenfalls umkreisten und die Kinder hartn├Ąckig bis zum „Hafen“, der aus einem Strandabschnitt besteht, auf dem viele Pirogen liegen, die Fische ausgeladen und die Netze sortiert und repariert werden. Leider war hier alles sehr viel kleiner als in Cap Skirring, so dass es nicht ganz so spektakul├Ąr und vielf├Ąltig war. Aber hier war es lustig anzusehen, wie die kleinen Kinder sich die kleinsten Fische herausnehmen durften und in den unterschiedlichsten Plastikbeh├Ąltern kleine Aquarien darin errichteten und mit den Fischen „spielten“. Naja, ├╝ber das Wohl und Wehe der Tiere hier darf man sich nicht allzu viele Gedanken machen ­čÖł.

Zu Hause sa├čen wir noch eine Weile auf den Stufen vor unserem „Gartentor“ und beobachteten die Fischer bei einer ihrer typischen Arbeiten: dem Fischen mit einem laaaaangen Schleppnetz. Dabei wird ein zuvor mit dem Boot gestelltes Netz von mehreren M├Ąnnern am Strand aus dem Wasser gezogen…

…und von den Fischen und Algen befreit:

Sp├Ąter sammeln dann viele Frauen, Kinder und M├Ąnner die Fische und verteilen diese unter den Anwesenden:

Wer da jetzt was warum bekommt, hat sich mir noch nicht erschlossen, es gibt ein ziemliches Gewusel, aber alle scheinen zu wissen, was ihr Job ist und es geht sehr friedlich und kooperativ zu.

Mittags hielten wir in Schatten Siesta und wie auf Ansage konnte Emilia auch eine Runde schlafen…

…und wir es uns auf dem Sofa mit Meerblick bequem machen.

Hatte ich schon erw├Ąhnt, dass ich eine Schniefnase hatte?­čÖä

Sp├Ąter machten wir noch einen Strandspaziergang, bei dem uns leider der (nicht nur hier vorhandene) Dorfverr├╝ckte begegnete, nur dass wir nicht darauf vorbereitet waren und uns aufgrund der Sprachbarriere nicht so sicher verhalten konnten, wie es uns gut getan h├Ątte: ein junger Mann gesellte sich zu uns und begann, ziemlich wirres Zeug zu erz├Ąhlen. Ich schnallte das wie gesagt erst aufgrund der Sprachprobleme gar nicht, als aber seine Gesten immer deutlicher wurden und er sich irgendwann in den Schritt griff und affig verzerrt lachte, war das Ma├č voll und wir kehrten schleunigst in unser Haus zur├╝ck. Als der junge Mann unseren Hausmeister Boucar sah, lie├č er endlich von uns ab. Gerade f├╝r Lydia, der ja offensichtlich die sexuelle Anmache galt, war das eine ziemlich traumatische Erfahrung. Wir ├╝berlegten noch mit unserem Vermieter zusammen, was in einer solchen Situation das n├Ąchste Mal zu tun sei und er machte uns Mut, dass wir ihn sehr viel deutlicher abweisen und ggf auch die Polizei hinzurufen sollten. Es dauerte einige Zeit, bis wir dieses Erlebnis verkraftet hatten.

Der Freitag begann f├╝r unsere Verh├Ąltnisse (und anscheinend auch f├╝r unseren Hauskater zu) sp├Ąt mit einem Kaffee auf der oberen Terrasse und dem Blick ├╝ber das Meer und die aufgehende Sonne:

Nach einem Zug durch M’Bour zum Lebensmitteleinkauf, dem Organisieren eines Kartons f├╝r die R├╝ckreise meines Fahrrades und dem Kauf von zwei sch├Ânen T├╝chern f├╝r meine Frauen ­čśë…

…setzten wir uns wieder mal vor unsere Gartent├╝r und sahen dem Treiben am Strand zu:

Heute gesellten sich vier Jungs zu uns, die nach formvollendeter Begr├╝├čung mit Handschlag und dem Austausch der Namen sich zu uns setzten und ein bisschen auf gro├če Familie machten:

Es wurde die Hautfarbe verglichen…

…und Lydia der Zopf neu geflochten:

Eine sehr sch├Âne und friedvolle Begegnung, die uns mit dem gestrigen Erlebnis etwas vers├Âhnte und dieses wirklich als Ausnahme erscheinen lie├č. Den Rest des Tages verbrachte ich am und die M├Ądels im Pool:

Ich hoffe, morgen kann ich auch mal wieder baden gehen.

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