36. Tag: Dakar – M’Bour

Auch der Tag begann, wie die meisten, früh, dieser aber sehr früh. Ich war ja am Vorabend ziemlich früh in die Koje gefallen, auch um schon zu schlafen, falls die See etwas rauer werden sollte. Das ist nämlich im Schlaf besser zu verknusen. Das war aber gar nicht nötig, denn die Überfahrt war sehr ruhig und offensichtlich hatten wir gute Bedingungen, denn schon kurz nach 4 Uhr waren wir in Dakar angekommen. Aber dann passierte 1,5h erstmal gar nichts:

Gegen 6 Uhr begann dann das Entladen…

Halt mal kurz…

Die geneigten LeserInnen werden sich vielleicht wundern, warum das Geschriebene so anders klingt, als die 35 Tage vorher… ja, es ist anders, denn hier schreibt Lydia, Dirks Frau, aus dem Senegal! Wir sind am Montag Abend in Dakar angekommen.

Aber der Reihe nach: An Himmelfahrt rief mich Dirk an und sagte, ich möchte mich bitte setzen. Ich wollte mich nicht setzen, da ich in bestimmten Situationen lieber in Bewegung bin. Dennoch setzen ich mich. Was dann folgte, hat mir zunächst die Sprache verschlagen. Wer mich kennt, weiß, dass das nicht so leicht möglich ist. 

35. Tag: Ziguinchor – Dakar

Ich bin weit vor dem Morgengrauen aufgewacht und habe meine Sachen gepackt, da ich hier nicht in Ruhe frühstücken konnte und wollte. Als es dämmerte fuhr ich zum Strand in Ziguinchor und kochte mir dort im Sonnenaufgang Reis und Schnitt mir zwei frische Mangos hinein:

Gegen 8:30 fuhr ich zum Hafen und war erstaunt, dass ich schon mit offenen Armen zum Verladen meines Fahrrades empfangen wurde. Entgegen der Aussage beim Fahrkartenkauf sollte das Fahrrad nun nicht mehr 3000, sondern 5000cfa kosten. Der Hafenmeister ließ auch kein bisschen mit sich diskutieren. 🙄

34. Tag: Cap Skirring – Ziguinchor

Heute ging es wieder zurück nach Ziguinchor – ganz unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse.

Ich erwachte schon recht früh um 5:30, als noch ein tiefschwarzer Sternenhimmel über mir stand. Ich setzte mich ans Meer und beobachtete die Lichter der Fischerboote. Als es zu dämmern begann, fing ich zu lesen an und konnte mich von den sehr bewegenden und gut geschriebenen Artikeln bei meinem Lieblingsmagazin Krautreporter nicht losreißen. Hier meine aktuellen Lesetipps: Warum ich kein Fleisch mehr esse und Mein Vater hatte drei Firmen, ich bekomme Hartz IV.

33. Tag: Cap Skirring

Der erste Tag (fast) ohne Fahrradfahren. Ich habe mein Zelt für 2 Tage im Campement Mussuwam.com Aufschlagen dürfen und den Tag für Ausflüge in die Umgebung genutzt. Morgens fuhr ich mit Serail nach Dièmbering, ein ca 10km nördlich liegendes Dorf, in dem es den größten und ältesten Baum der Casamance geben soll:

32. Tag: Carabane – Elinkine – Cap Skirring

Der Tag begann, wie im vorigen Blogpost beschrieben, schon gegen 3:40. Allerdings legte ich mich gegen 4:20 nochmal hin und schlief bis 6:30. Dann genoss ich bei einem Strandspaziergang das hell werden, von Sonnenaufgang mag ich beim leicht bedeckten Himmel nicht sprechen. Trotzdem war es wunderbar, in der Idylle der erwachenden Ortschaft am Strand im seichten Wind und Wasser spazieren zu gehen:

Gegen 7:30 bekam ich mein Frühstück am Tisch auf dem Strand serviert. So gut hat mir Nescafé noch nie geschmeckt. 😉

Um 9 ging die Piroge zurück nach Elinkine…

31. Tag: Oussouye – Elinkine – Carabane

Es ist 3:40 und ich sitze am Strand und erfreue mich an der lauen Nacht. Der seichte Wind spielt mit den Palmenblättern und die Wellen rollen sanft an Land. Der erste Hahn kräht. Draußen auf dem breiten Fluss, der Casamance, sehe ich neben den rot und grün blinkenden Bojen die weißen Lichter einzelner Fischerboote dazwischen. Sogar Stimmen wehen zu mir herüber. Das ist eines der Charakteristika des Senegals: die Menschen sind gefühlt immer am reden! Ob in den Straßen, vor dem Häusern, unter den Bäumen, auf den Schiffen, beim Warten auf irgendetwas… Immer können Sie sich ohne Unterbrechung unterhalten. Und zwar (in der Öffentlichkeit) mehr Männer als Frauen!

30. Tag: Baila – Oussouye

Es war eine heiße Nacht in der Hütte des Campement Baila, weshalb ich auch erst nach Mitternacht einschlafen konnte. Dafür bin ich auch um 4 Uhr wieder aufgewacht. Nach ein paar „Gesprächen“ über WhatsApp mit meiner Frau schlief ich nochmal bis um 6:30 Uhr aus. Das ist ja der Vorteil am Urlaub, ich bin frei in meiner Zeiteinteilung. 😉

29. Tag: Yundrum – Baila

Mehrmals in der Nacht, wenn ich sowieso meine Isomatte aufblasen muss, hörte ich so ein komisches Scharren an meinem Zelt, konnte aber bei der Inspektion von außen nichts feststellen. Erst als ich das Zelt morgens abgebaut hatte und einrollte, sah ich mehrere kleine Löcher in meinem Boden:

…und unter dem Zeltplatz entsprechende Löcher im Boden:

Da haben sich dann wohl irgendwelche Tierchen, die ich nicht zu Gesicht bekam, in mein oder unter meinem Zelt befreien wollen. Sorry, für das Belegen eures Ausgangs! 🙏

Nach wenigen Kilometern u a an einem aus Deutschland unterstützten Kindergarten vorbei…

28. Tag: Keur Bambang – Toubacouta – Yundrum (Banjul)

Ich beginne den Bericht des Tages auf der Fähre nach Banjul zu schreiben in der Gewissheit, dass ich ihn erst morgen Mittag werde veröffentlichen können. Denn ich bin in Gambia, für das ich mir für die „kurze“ Durchquerung keine eigene Mobilfunkkarte gekauft habe. Aber ich habe gerade viel Zeit, weil das mit der Fähre ist hier so eine Sache: erst kam sie 2 Stunden wegen niedrigen Wasserstandes noch nicht und jetzt läuft das Beladen etwas langwierig. Aber es wird immer voller um mich herum.